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Integrierter großzügiger Zoo mit 36 Tiergehegen und derzeit 256 Tieren auf ca. 1.600 qm.

 

Hallo ich bin Knuppy!

Schon die achte Nachzucht von Weißhandgibbons (Hylobates Lar) im Bremen-Huchtinger Zoo

Knuppy unser Gibbonnachwuchs

 

Unter den großen Zoos können nur wenige so ein Zucht-Ergebnis bei Weißhand­gibbons nachweisen. Auch, dass das männliche Tier mit Namen Bubi bereits 38 Jahre alt ist, stellt eine äußerst seltene Ausnahme dar.
Da müssen bestimmte Kriterien einer artgerechten Haltung im Huchtinger Zoo wohl stimmen?

 

Tierhaltung in Zoos

Dennoch sagt J. Vida, der Inhaber der Huchtinger Anlage, nach 60 Jahren zusammen Leben mit Tieren, in Erkenntnis dessen: „Diese wunderbaren Geschöpfe gehören in keinen Zoo.“ Wobei er sich nicht anmaßen möchte zu sagen, dass alle Zoos abgeschafft werden sollen. Das wäre trotz einiger berechtigter Kritik aus Sicht des Menschen und der Tiere, auch völlig unreal.
Es ist in diesem Zusammenhang zu bewerten, dass insbesondere die großen Zoos auch im Nord­deutschen Raum, in den letzten 15 Jahren enorm investiert haben, um ihre Tiere artgerechter unterzubringen. Eine Gefahr birgt allerdings der zunehmende Trend aus einem Zoo eine Schaubühne zu machen. Damit entfernt man sich schon wieder vom eigentlich Gewollten, die Tiere artgerechter zu versorgen und unterzubringen.

 

Die Geburt und Aufzucht von Gibbons haben wir in den über 30 Jahren hier oft genug erlebt. Dennoch läuft bei den Nachzuchten in der Natur sowie im Zoo nicht immer alles richtig.
So kam es diesmal bei der achten Nachtzucht zu einem Zwischenfall. Am frühen Morgen des 8. Januars, lag der kleine Knuppy leblos im Innengehege am Boden. Aus Erfahrungswerten heraus, hatten wir vorsorglich 30 cm Sägespäne ins Gehege gestreut. Sonst wäre der kleine Knuppy, der aus drei Meter Höhe gefallen war, wohl tot.
Wir haben den kleinen leblosen Körper unter warmes Wasser gehalten und ihn wiederbelebt.

An diesem Tag haben wir dann alle halbe Stunde gefragt: „Lebt der Gibbon noch?“. Jetzt wird er, wie ein kleiner Prinz, von der erfahrenen Ersatz-Mama Frau Anders mit allem bestens versorgt.

 

Die Heimat der Gibbons

Die von der Natur in Millionen Jahren gegebene Heimat der Gibbonaffen, sind die Dschungel in Südasien. Allerdings wird ihr Lebensraum seit vielen Jahren, vor allem in Thailand, Borneo und Malaysia, vom Menschen aus wirtschaftlichen Interessen zunehmend vernichtet.

Der angestammte Lebensraum der Gibbons wird somit unwiederbringlich zerstört und deshalb sind sie vom Aussterben bedroht.

Eigene Beobachtungen in Thailand

Bei seiner Reise nach Thailand vor 37 Jahren konnte J. Vida eigene Beobachtungen machen. Diese haben die besondere Wertschöpfung dieser kleinen Menschenaffen aufgezeigt.
An fünf Tagen bot sich die Gelegenheit Gibbons zu beobachten. Sie leben in tropischen Wäldern auf hohen Bäumen in kleinen Gruppen mit bis zu acht Tieren. Gibbons ernähren sich bescheiden von Blättern, Knospen und Früchten. Wenn sie mal einen Vogel fangen nehmen sie auch diesen. Sie können flugartig in den Bäumen von Ast zu Ast bis zu zwölf Meter weit springen. Trotzdem die Gibbons aufrecht gehen können, meiden sie weitgehendst den Boden.
J. Vida berichtet: So stand ich da unten und schaute in die bis zu 40 Meter hohen Bäume hinauf. Aber gesehen hatte ich am ersten Tag nichts. Ich dachte spontan an so einige Tierfilmer die uns dank ihrer großen Geduld manchmal hervorragende Bilder vermitteln. Mit Hilfe eines Ein­heimisch­en konnten wir am nächsten Tag beobachten, wie sich ein Junges, schätzungsweise gut zwei Jahre alt, von seiner Mutter auf einem starken Ast etwas entfernte. Sobald der Abstand zu groß wurde, zog sie das Kleine an einem Bein wieder zu sich. Das Junge protestierte und schrie. Was jedoch die Mutter wenig beeindruckte. Dieses Schauspiel wiederholte sich in Zeitabständen einige Male und zeigte die Erste anfängliche Selbständigkeit des Jungen.

Die Fürsorge und das Pflichtbewusstsein ist in den Genen dieser kleinen Menschenaffen besonders stark verankert und ausgeprägt.

In der sonst umgebenen Stille konnte man weit ihre schallenden Rufe hören. Die Sprache erklang meist im Duett am frühen Morgen und am späten Nachmittag, oft bis etwa eine Stunde lang. In der Schlussfolge der Klänge am Abend veränderte sich die Tonfolge und es war als hätten sie sich selbst in ihrer Sprache einen erfolgreichen Tag vermittelt.

Knuppy

Knuppy schmeckt's

Als Ersatz-Mama Frau Anders, dieser Tage zu Knuppy sagte: „Na mein Kleiner wie geht es dir denn?“, hat er sich ganz groß aufgerichtet, und uns mit seinen dunklen unergründlichen Augen angeschaut. Aus seinem sympathischen Gesicht entnahmen wir Zufriedenheit und obendrein ein kleines Lächeln.
Knuppy sagt: „Besucht mich doch einmal! Ich verweile jetzt schon stundenweise an der Kasse und kann schon 10 Cent von 5 Euro unterscheiden.“

Der Eintritt für die Besichtigung des Huchtinger Zoos, ist seit 30 Jahren gleich geblieben und kostet für Kinder 1,25 Euro, für Erwachsene 3,00. Dieser Eintritt gilt obendrein noch als Gutschrift. „Da kann auch keiner meckern.“, sagt Knuppy.

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 9:00 bis 18:00
Sa. 9:00 bis 16:00
So. 10:00 bis 12:00

Ihr J. Vida vom Huchtinger Zoo